Konzertprogramm 2021 «Divertimento»

Bis in die 1990er Jahre herrschte in unserer Interpretationskultur strenges Spartendenken. Ein Musiker wirkte im klassischen Sektor, als Jazzer, als Rocker oder in einem anderen Bereich. Seit einiger Zeit heisst das magische Wort jedoch Crossover. Die Vermischung und gegenseitige Befruchtung der musikalischen Sparten liegen heute im Trend. Die Bläsermusik bewegt sich schon länger lustvoll auf solchen Pfaden und war bereits früh Brücke zwischen Hoch- und Populärkultur. Als «Banda» in Italien und «Harmoniemusik» im deutschsprachigen Raum trug sie die Opernouvertüren zum Volk auf die Dorfplätze hinaus. Das Divertimento, eine mehrsätzige, heiter bis tanzartige Charaktersuite, verkörpert diese Aufwertung des Unterhaltenden in archetypischer Art und Weise. Das Divertimento sorgte schon an den europäischen Königshöfen als Tafel- oder Freiluftmusik für salonfähige und hochstehende Unterhaltung. Im 20. Jahrhundert wurde diese Werkform wieder vermehrt aufgegriffen, so auch im Blasorchesterbereich.

Akademische Festouvertüre

Johannes Brahms (1833–1897) 
(arr. Guido Rennert)

Titanic Op. 4

Stephan Jaeggi (1903–1957) 

Heavy

Sandra Stadler (*1989)
(SSWO – Uraufführung 2021)

Bacchus on Blue Ridge

Joseph Horovitz (*1926) 

Divertimento

Oliver Waespi (*1971)

Saxophonregister

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